
Was bedeutet es, alles für ein Land zu geben – und trotzdem beweisen zu müssen, dass man dazugehört? Die Schweizer Nationalmannschaft zählt zu den vielfältigsten Teams im internationalen Spitzenfussball. Ihre besten Spieler sind Kinder von Einwanderern: aufgewachsen zwischen zwei Sprachen, zwei Küchen, zwei Hymnen, zwei Kulturen. Auf dem Platz kämpfen sie für die Schweiz, abseits davon müssen sie ihre Zugehörigkeit beweisen. Und jeder von ihnen musste sich irgendwann entscheiden: Für welches Land spiele ich? Egal wie sie sich entschieden – ihre Loyalität wird öffentlich verhandelt. Für die einen sind sie Helden, für die anderen Verräter.
Zwei Nationen – Eine Entscheidung

1. Manuel Akanji
Der aktuelle Schweizer Spieler von Inter Mailand (ausgeliehen von Manchester City) und zweimalige Premier-League-Sieger musste sich zwischen der Schweiz und Nigeria entscheiden. Geboren in Neftenbach, Schweiz, als Sohn eines nigerianischen Vaters und einer Schweizer Mutter, verkörpert der Innenverteidiger die duale Identität des modernen Fussballers – die Balance zwischen nationaler Loyalität und tiefen persönlichen Verbindungen zur Heimat seiner Familie.

2. Breel Embolo
Geboren in Kamerun und seit seinem siebten Lebensjahr in der Schweiz aufgewachsen, entschied er sich, für sein Wahlheimatland zu spielen und erzielte bei der Weltmeisterschaft gegen Kamerun ein dramatisches Tor. Ein Tor, das symbolisch dafür stand, wie schwer die Entscheidung zwischen den beiden Nationen sein kann.

3. Ivan Rakitic
Der legendäre Mittelfeldspieler des FC Barcelona, mittlerweile im Ruhestand, gewann die Champions League und stand im WM-Finale – allerdings für Kroatien. Geboren und aufgewachsen in der Schweiz, wo er auch für die Schweizer Jugendnationalmannschaften spielte, wurde Rakitic wegen angeblicher mangelnder Loyalität und Dankbarkeit stark kritisiert.

4. Albian Hajdari
Der Hoffenheimer Spieler galt als eines der grössten Talente der Schweizer Nationalmannschaft, bis er sich für Kosovo und gegen die Schweiz entschied. Eine Art, das Andenken seiner Eltern zu ehren – ein herber Rückschlag für die Schweizer Nationalmannschaft.

5. Gonçalo Fernandes Da Silva
Der 17-jährige, vielversprechende Torwart Gonçalo steht bald vor der Entscheidung zwischen seinem Heimatland und dem Land seiner Eltern, Portugal. Doch wie soll man sich entscheiden, wenn man sowohl in Portugal als auch in der Schweiz tief verwurzelt ist? Wie kann man die Auswirkungen auf die Karriere, aber auch auf das Privatleben vorhersehen?
“The Belonging“ startet am Mittwoch, 3. Juni, auf Sky Show.
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